Bayerische Elektrohandwerk

Deutschland wird effizienter
Wissen, was kommt.
Stromfresser und Ressourcenverschwender bitte draussen bleiben: So könnte man die Inhalte der ECO-Design-Richtline auf einen Nenner bringen. Spätestens beim Kauf eines neuen Elektro- geräts werden auch Sie davon profitieren. Und selbst der Stromzähler ist nicht mehr das, was er einmal war. Lesen Sie, was sich in Zukunft ändern wird und warum.
Stromfresser bitte draußen bleiben: die Eco-Design-Richtlinie
Geräte, die heimlich und unbemerkt Strom fressen, ohne im Einsatz zu sein. Glühlampen, die mehr als Heizung taugen denn als Lichtquelle. Netzteile, die munter Energie aus dem Stromnetz saugen, obwohl das Endgerät längst voll geladen ist. Damit ist bald Schluss. Die sogenannte Eco-Design-Richtlinie bildet den europäischen Rechtsrahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte. Die Richtlinie gilt seit Oktober 2009 und führt dazu, dass besonders ineffiziente Geräte vom europäischen Markt ausgeschlossen werden. Sie wissen ja, die 100-Watt- Glühlampen hat es schon erwischt. Und die nächsten Glühlampen sind auch bald dran (mehr dazu auf den S. 16-17). Was Sie als Verbraucher wissen sollten: Die Richtlinie umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Elektrogerätes, von der Produktion bis zur Entsorgung. Betroffen davon sind nahezu alle Elektrizität verbrauchenden Produkte, darunter Kühlschränke, Klimaanlagen, Staubsauger oder auch Fernseher und Computer. Das heißt, Sie können künftig mit ruhigem Gewissen neue Elektrogeräte kaufen.
Die Eco-Design-Richtlinie gilt u. a. für:
- Bereitschafts- und Aus-Zustand (Standby)
- Einfache set-top-boxen (Fernsehempfänger)
- Haushaltslampen (Glühlampen, Energiesparlampen)
- Externe Netzteile
- Elektromotoren
- Heizungspumpen
- Fernsehgeräte
- Kühl- und Gefriergeräte
Wie viel Strom verbrauchen Sie heute?
Ein Blick genügt. Man nennt sie auch „smart meter“ – intelligente digitale Stromzähler: Seit Jahresbeginn sind sie Pflicht für Neubauten und bis 2022 für sämtliche Haushalte vorgesehen. Was man wissen sollte: Mit dem Einbau allein spart man noch kein Geld, erst mit der Änderung seines Verbrauchsverhaltens. Ersten Studien zufolge sind bis zu 10 Prozent Einsparung drin, wenn man den eigenen Verbrauch selbst sofort genauer analysieren kann. Die Kosten für das Gerät und den Einbau zahlt der Netzbetreiber, der Kunde zahlt lediglich eine Monatsmiete für das Gerät. Bei Altbauten ist der Einbau grundsätzlich möglich – aber noch freiwillig. Der Vorteil: Wo früher nur eine rotierende Scheibe den aktuellen Stromverbrauch erahnen ließ, wird er jetzt taktgenau angezeigt. Über einen PC ist der Tagesoder Wochenverbrauch im Haushalt genau ablesbar. So wird man sensibilisiert für den täglichen Verbrauch, kann Stromkosten besser nachvollziehen und sein Verhalten bewusster ausrichten. Das Problem: Noch immer fehlen einheitliche Standards für die Geräte, bei vielen Energieversorgern sind wichtige Fragen zur Datensicherheit noch ungelöst. Ihr E-Handwerksexperte berät Sie ausführlich zu den Vorteilen und Risiken.
Digitale Energiezähler übertragen Verbrauchs- sowie Messwerte in Bussysteme und bieten damit besonders umfangreiche Einsatzmöglichkeiten. So lassen sich die Werte für mehr Verbrauchstransparenz visualisieren.
Überwacher und Energiesparhelfer: ein intelligenter Stromzähler.
* Vergleich des Stromverbrauchs von Geräten mit annähernd gleicher Ausstattung und Größe bei gleicher Nutzung in Betrieb (ohne Stand-by-Betrieb). TV-Gerät (LCD): 167 zu 104 Watt, Set-Top-Box: 11 zu 5 Watt, Beamer: 320 zu 180 Watt.
Quelle: dena
Smart Metering: Visualisierung und Auswertung von Verbrauchswerten sowie Steuerung von Gebäudefunktionen über Touch-Panels oder digitale Bilderrahmen.
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